Impulse zum Weiterdenken

„Wir alle aber schauen mit aufgedecktem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn an und werden so verwandelt in dasselbe Bild von

Herrlichkeit zu Herrlichkeit, wie es vom Herrn, dem Geist, geschieht“, 2. Kor 3,18.

 

Die Herrlichkeit des Herrn schauen! Da werden wir verwandelt in Sein Bild.

Wenn ich die Bibel aufschlage stoße ich auf solche Worte, die mich gefangen nehmen, Worte, die ich lange anschauen muss, wie ein Verliebter die Geliebte. Worte von der Herrlichkeit des Herrn. Sie sind zu groß für mich, aber ich kann mich in ihnen bergen, bin Kind in den Armen des Vaters. Die Liebesworte des Höchsten übersteigen meine Vernunft, so hoch der Himmel über der Erde ist. Und doch: ich weiß mich gut aufgehoben, spüre Umarmung, die mir guttut. Kann es mir nicht erklären, mir nicht und - anderen nicht. Solche Worte wollen nicht tiefgründig theologisch verstanden sein. Sie nehmen an die Hand, führen zum Stauen, zum Singen, zum Gotteslob. Mein Begreifen greift nicht weit genug, nicht tief genug. - Ich werde still vor dem Geheimnis, das alle Menschen trägt, die in meiner Straße und auf der weiten Welt. Auch die Tiere, die mein Gott geschaffen, die Pflanzen in meinem kleinen Garten und den Kosmos.

Du lieber wunderbarer, dreieiniger Gott, Vater im Himmel, lieber Herr Jesus, Heiland und Herr, du Heiliger Geist, Beistand und Tröster. Ich schaue auf zu dir, freue mich so. Ich bete dich an, du wunderbarer dreieiniger Gott. Amen

 

Wir ahnen die Größe des Kosmos. Sie macht uns klein. Der Kosmos predigt uns, dass wir eine Null sind.

Gegenüber dem Schöpfer müssen wir noch kleiner sein, als wir es gegenüber dem Kosmos sind. Er ist ja eine andere Dimension. Wenn es den gibt, der das alles geschaffen hat, müsste uns ein heilloses Grauen vor seiner gewaltigen Größe schütteln.

Und nun kommt es: Da, wo nur Grauen vor der Größe eines mutmaßlichen Gottes in unsere Seele kriechen will, hören wir zärtliche Worte: „Du Mensch, dein Gott ist Liebe.“ „So hat Gott der Welt seine Liebe gezeigt: Er gab seinen einzigen Sohn dafür, dass jeder, der an ihn glaubt, nicht ins Verderben geht, sondern ewiges Leben hat“ (Johannes 3,16).

Gott hat uns lieb, so steht es da. Er hat die Welt lieb, also auch mich. Ehrlich: Ich kann mich daran nicht satthören. Da umfängt mich tiefe Geborgenheit, nach der ich mich sehne.

Wenn Sie von mir logische Erklärungen für diese Liebe Gottes haben wollen, kann ich nur antworten: Ich habe keine.

Wie kann der Schöpfer aller Welten uns so lieben? Das geht in meine zweieinhalb Pfund Gehirnmasse nicht hinein. Aber es geht mir durchs Herz und tief in meine Seele und in meinen Geist.

 

Kleines und Kleinkariertes

Manchmal ist das Kleine in Wirklichkeit groß. Das Universum wird durch Atome mit ihren Molekülen zusammengehalten. Der Mikrokosmos trägt den Makrokosmos.

Ich kannte einen großartigen Menschen. Sein biologisches Dasein verdankte er – wie wir alle – vielen Milliarden kleiner gesunder Zellen. Dann wurden einige Zellen krank. Da starb der großartige Mensch, weil es im Kleinen nicht mehr stimmte. So sehr kommt es auf das Kleine an.

Neben dem Kleinen, auf dem alles beruht, gibt es das Kleinkarierte. Das kann dermaßen mächtig werden, dass es einem zu Großem bestimmten Menschen einiges an Größe nimmt.

Ich hörte einen, der war in seinen Achtzigern. Er sprach über einen, der etwas Dummes gesagt hatte, ärgerlich! Der in seinen Achtzigern bekam einen roten Kopf. Das Gesicht verzerrte sich.

„Wann war das denn?“ fragte ich, in der Annahme, es wäre gerade erst gewesen. Der vor Zorn Errötete dachte nach, rechnete: „Vor sechzig Jahren!“, stieß er hervor.

So also können wir eine Lächerlichkeit ein Lebensalter lang im Herzen mit uns herumtragen und beim Hervorkramen sechzig Jahre danach die Fassung verlieren.

Ich kenne einen, dessen Seele als Kind und Jugendlicher oft verletzt worden war. Es beschäftigt ihn heute nicht mehr. Nicht, dass er es vergessen hätte. Sein Geheimnis: Er hat seinen Peinigern vergeben. So kann ihm das Vergangene nichts mehr anhaben. Er hat vergeben können, weil er sich von Christus seine eigenen Verfehlungen hat vergeben lassen.

 

Ewigkeit, in die Zeit leuchte hell hinein, dass uns werde klein das Kleine 

 und das Große groß erscheine. Sel'ge Ewigkeit.


"Wer mich sieht, sieht den Vater." Jesus Christus

Wenn Gott ist, kommt alles darauf an, ihn nicht zu verfehlen. Wer aber Vorurteile über ihn hat, verfehlt ihn bestimmt. Lies das Neue Testament! Dort stellt ER sich vor.

Originalton Jesu: "Wer mich sieht, sieht den Vater."


Aus Liebe zur Wahrheit

Aus Liebe zur Wahrheit - lass uns reden. Die allzu zarten Wahrheitsfäden -

lasst sie uns suchen, lasst sie uns finden, gemeinsam ergründen.

Aus Liebe zur Wahrheit - lasst uns denken, uns nichts verbieten, uns nichts schenken.

Offen und standhaft wollen wir ringen, die Grenzen bezwingen.

Aus Liebe zur Wahrheit - lasst uns streiten in diesen gottverlassenen Zeiten,

gemeinsam verzweifeln, Neuland betreten, kommt, lasst uns beten.

Aus Liebe zur Wahrheit lasst uns handeln, seh'n, wie sich tausend Herzen wandeln,

derer, die nehmen, derer, die geben, so woll'n wir leben.

Aus Liebe zur Wahrheit - nur die eine kann uns erlösen und sonst keine.

Und wenn nur diese Wahrheit uns bliebe, bliebe uns Liebe.

Klaus-André Eickhoff: HIER STEHE ICH - ICH KÖNNT AUCH ANDERS, Luthers Leben in Liedern und Texten

info@ka-eickhoff.net

 


Unsere Uhren gehen falsch

Unsere Uhren – sie machen uns etwas weis. Sie täuschen den Knaben und sogar noch den Greis.

Uhren beschreiben Runde um Runde, belügen uns damit Stunde um Stunde.

Als wäre das Leben ein Kreis, der von keinem Anfang und keinem Ende weiß.

Alles wiederholt sich, kehrt immer wieder! Ahnungslos singen wir so unsere Lieder.

Du findest kein Ziel auf dem Zifferblatt. Das Leben aber Anfang und Ende hat.

Wir sind unterwegs, die Zeit ist ein Wandern. Wir gehen von einem Jahr zum andern.

Jeder Tag ist einmalig, sogar jede Stunde: Wir schreiten voran, da gibt’s keine Runde.

Das Leben ist ein eindeutiges Schreiten, Schritt für Schritt wandern wir gezielt durch die Zeiten.

Gegen alle Uhren dieser Welt, ob es uns ärgert oder gefällt,

heißt die Wahrheit: „Da ist ein Ziel!“ Das Leben ist kein planloses Spiel.

Der Weg wird kürzer, je länger wir gehen. Das Ziel kommt näher, selbst wenn wir stehn.

Unsere Zeit wird weniger, je mehr wir fortschreiten. So war es immer zu allen Zeiten.

Wir kommen von Gott und der ist das Ziel. Wer das nun gar nicht wahrhaben will,

der irrt herum, immer im Kreis, weil er vom Geheimnis des Lebens nicht weiß.

Unsere Uhren – Sie wandern im Kreis, sie machen uns etwas weis.

Ihre Zeiger täuschen. Es wird Zeit das zu sehen. Gott ruft uns, auf seinem Wege zu gehen.

Sein Ruf ist klar und gut zu verstehen. Christus spricht: „Ich bin der Weg und die Wahrheit.

Ich bin auch das Leben, was hindert dich, mir dein Leben zu geben?

Niemand kommt zum Vater, es sei denn durch mich.“ So Christus es in seinem Wort uns verspricht.

Darum o, Mensch, werde klug, glaube nicht mehr der Uhren Betrug!

Verlass die dumme Lebensweise! Dreh dich nicht mehr Kreise!

Auch wenn es jemand partout nicht will, sein Leben hat dennoch ein deutliches Ziel.

Mein Lieber, meine Liebe, begreife die Zeit, sie trägt dich jeden Tag näher zur Ewigkeit.

 (K. Eickhoff)


Seife und Evangelium

Beim gemeinsamen Spaziergang sagt ein Seifenfabrikant zum Pfarrer: „Das Christentum hat nichts erreicht. Obwohl es seit 2000 Jahren besteht, gibt es immer noch das Böse und böse Menschen.“

      Wie sie so weitergehen, begegnen sie einem Jungen, der in einer Schlammpfütze spielt. Da bemerkt der Pfarrer: „Seife hat auch nichts erreicht. Es gibt immer noch Schmutz und schmutzige Menschen!“

     „Seife“, antwortet der Fabrikant, „nützt nur, wenn man sie anwendet!“

     Da meint der Pfarrer: „Das Christentum mit dem Evangelium auch!“

        (Unbekannt)


Das Evangelium und die Religionen

Das Evangelium von Jesus Christus ist etwas völlig anderes als alle Religionen.

Die christliche Frohbotschaft steht sogar in krassem Gegensatz zu den Religionen. Diese geben sich sanft, aber verkörpern eine "gnadenlose Leistungs-Gesellschaft“. In jeder Religion muss man sich die Gunst des Gottes/der Götter hart oder weniger hart erarbeiten. Dennoch, du weißt nie, ob es genügt ...

Biblisch gesprochen: Da regiert das tötende Gesetz und damit die Angst. So haben es mir Muslims, Hindus und Buddhisten bestätigt, fanden das sogar o.k.. Nachlesen kann man es auch.

     Das Evangelium lädt statt zu einer "gnadenlosen Leistungsgesellschaft", zu einer "Hochzeitsgesellschaft der Begnadigten“ ein. Eintritt frei! Da regiert die Freude, sogar in leidvoller Zeit. Ich hab's erlebt.

     Ein hochzeitliches Gewand allerdings müssen wir haben.

     Was ist das? Und wie kommen wir da heran? 

     Das hochzeitliche Gewand bekommen wir geschenkt. Es ist die Vergebung meiner Verfehlungen.

     Vergebung ist das Schönste und Größte, was ein Mensch in seinem Leben empfangen kann. Man frage die Sterbenden! Vergebung begründet nachhaltige, ewige Freude. - Schuld, die nicht vergeben ist, kann einen Menschen auch in seiner Lebenszeit schwer belasten, seelisch und körperlich krank machen. Auch darum ist die Vergebung so wichtig.

     Wie kommt das Vertrauen zu Christus zustande und die Gewissheit, dass mir vergeben ist?

     Der christliche Glaube hat - im Gegensatz zu allen Religionen - keine Wurzel im Menschen! Zu ihm kommen wir nicht aus unserem Inneren heraus, sondern allein von außen her, durch das Hören auf das Evangelium. An Jesus Christus, seinen Retter, kann ein Mensch nur glauben, wenn ihm das Wort von seiner Errettung auf irgend eine Weise zugesagt worden ist. Und durch diesen geschenkten Glauben sind wir errettet! Das ist die frohe Botschaft, das Evangelium!

     Als mir - der ich aus völlig gottlosen Kreisen stamme - das Evangelium gesagt wurde, als ich es langsam verstand und im Vertrauen empfangen konnte, habe ich sofort gewusst: Das ist so beglückend, so heilig, so großartig und schön, dass müssen wir doch allen, die wir kennen, unbedingt sagen! Sie müssen doch auch zu diesem rettenden Glauben finden! Dass die Frohbotschaft Jesu die Menschen jenseits der kirchlichen Mauern erreicht, ist die große, große Aufgabe, um die es heute und morgen und immer geht. So finden unerlöste Menschen ihren Erlöser und das ewige Leben - durchs Weitersagen derer, die an den Erlöser glauben.

     Auf diese Weise kommt auch die Liebe Gottes in die Herzen derer, die Christus gefunden haben. So haben dann auch unsere Mitmenschen und sogar die Umwelt etwas davon, dass es Christen gibt.

    Das habe ich erst so richtig begriffen, als ich in den Slums von Kalkutta, Sri Lanka und Manila Christinnen und Christen gesehen habe, die den Ärmsten der Armen hingebungsvoll dienten, Jahre und Jahrzehnte.

    Europäische Atheisten habe ich in den Slums nie getroffen, erst wieder in Europa, wo sie kräftig auf die Christen schimpfen.

(Klaus Eickhoff)

 Originalton Jesu: "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater denn durch mich"  (Johannesevangelium 14,6).


Was hält?

Dietrich Bonhoeffer, dem wir viel zu verdanken haben, sagte eine religionslose Zeit voraus. Da hat er sich geirrt. In unserer Gesellschaft dampft es heute vor Religiosität. Meist in Form der Esoterik: Energetik, Chakrenlehre, Schamanismus und Co boomen wie selten zuvor. Esoterische Gedankenspiele über das universal Göttliche und kosmische Energie lassen jedoch in existentiellen Krisen, persönlichen Grenzsituationen und vor allem im Sterben gnadenlos allein. Was in diesen Lebenssituationen nicht hält, hält schon gar nicht in Ewigkeit.

In der Hl. Schrift hingegen geht es nicht um unpersönlich Kosmisches oder „Göttliches", sondern um den persönlichen Gott, unseren Schöpfer und himmlischen Vater, der sich in Jesus Christus offenbart und jeden Menschen in eine innige Beziehung zu sich ruft. Diese hält! In Zeit und Ewigkeit.

(K. und M. Eickhoff)

Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat (Johannesevangelium 3,16).


Nur eine kleine Geschichte

Es war einmal eine Spinne, die lebte in ihrem Netz herrlich und in Freuden. Alles war gut, bis sie hörte: Die Welt ist anders geworden, du musst dich anpassen, du musst Altes aufgeben, du musst dich neu orientieren, du musst rationalisieren. Die Spinne war nie aufgeregt, aber der Vorwurf der Rückständigkeit machte sie nervös. Umgehend inspizierte sie ihren Betrieb. Aber kein Faden war überflüssig, jeder war für das Geschäft dringend notwendig.

Fast verzweifelt fand sie schließlich einen Faden, der senkrecht nach oben lief. Dieser hatte noch nie eine Fliege eingebracht, er hatte noch nie seinen Wert erwiesen und schien überflüssig und völlig nutzlos zu sein. Schnell biss die Spinne den Faden ab. Was dann passierte, ist klar. Das ganze Netz fiel in sich zusammen und ging kaputt. Der Faden nach oben war der, auf den es ankam und an dem alles hing.

(Unbekannt)

 

Jesus Christus hat diesen "Faden" nach oben gesponnen. Er hat die Beziehung zu Gott möglich gemacht. Jeder, der sich JESUS anvertraut, hat den Faden nach oben. Haben Sie die Verbindung nach oben?

 

"Wer den Sohn Gottes hat, der hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht."

(Die Bibel: 1. Joh 5,12).


Der zerschmettere Arm (Eine wahre Geschichte)

Frau F., die 70-Jährige, hat mir die Geschichte ihres Großvaters erzählt. Die Familie gehörte zu einer Gemeinde lebendiger Christen. Der Großvater aber lehnte Gott entschieden ab. Dafür spielte er Karten, braute sich seinen Schnaps. Eines Tages reinigte er im Alkoholrausch sein Gewehr. Da löste sich ein Schuss, zerschmetterte ihm den Oberarm. Hohes Fieber. Der Arzt konnte nicht helfen, gab ihm nur noch einen Tag. Den Tod vor Augen schrie er zu Gott: „Wenn Du mich leben lässt, will ich dir gehören!“ Am nächsten Tag verschwand das Fieber. Der Mann nahm Jesus als seinen Retter an. Er wurde gesund, bis auf den zerschmetterten Arm. Seine ehemali-gen Freunde wurden zu erbitterten Feinden, taten ihm übelste Dinge an. Er aber hielt durch. Seinen Enkeln hat er erzählt: Wenn ich in Ewigkeit vor Jesus stehe, werde ich ihm sagen: „Danke, dass Du mir den Arm zerschmettert hast!“

(K. Eickhoff)


Auf wen sollen wir hören?

Was sagt Gott, wenn er höchst persönlich in diese Welt hineinredet? Das, was Ihm das Wichtigste ist!

Was sonst?

Zwei Mal hat er das getan, so steht es im Neuen Testament. Zwei Mal hat Gott persönlich in unsere Welt hinein gesprochen. Da müssen wir ihm an den Lippen hängen! Das darf uns nichts entgehen! Wissen Sie, was er sagt? „Jesus,  mein lieber Sohn, den sollt ihr hören!“ Ist das alles? Ja, das ist Gottes wichtigste Botschaft an die Welt. „Jesus, mein Sohn, den sollt ihr hören!“ An ihm, dem Friedensbringer, entscheidet sich Krieg und Frieden auf Erden, Himmel und Hölle in Ewigkeit. Wie viel Unnützes hören wir, was wegführt vom Ziel. Gott stellt uns darum Jesus in die Mitte. Nichts ist dem Schöpfer der Welt wertvoller als uns das eine zu sagen: Jesus, mein Sohn, den sollt ihr hören!

Wer das jetzt wahrnimmt, werde still und beginne sein Leben zu ordnen. Eine bewährte Weise Jesus zu hören, ist das Lesen der Evangelien wieder und wieder. Da hören wir Jesu Stimme und können liebend leben, was er uns lehrt.

Lk 9,28-36 (35)

(K. Eickhoff)


Das Wichtigste

Das Wichtigste im Leben ist ein persönliches Vertrauensverhältnis zu Gott. Er ist in Jesus Christus Mensch

geworden und zu uns gekommen.

Sie glauben, es gibt gar keinen Gott? Seien Sie sich dieses Glaubens bitte nicht so sicher. Wir können

die Welt nicht denken, ohne mehr als die Welt zu denken, sagen Naturwissenschaftler, z. B. Viktor von Weizsäcker. Von nichts kommt nichts. Woher kommt der Mensch, der komplizierter ist als das gesamte Universum? Woher das Universum?

Stellen Sie sich vor, es gibt Gott und Sie hätten nicht nach ihm gefragt – was dann?

Das Buch der Bücher klärt auf: Wir sind nicht als Würmerfraß vorgesehen, sondern zum Ewigen Leben geboren, zum Frieden mit Gott. Das dürfen wir nicht vom Tisch wischen. Das Buch der Bücher sagt: Gott ist

heilig - wir sind unheilig. Letzteres zeigt uns die Zeitung, jeden Tag. Der Heilige und ich – wir passen nicht zusammen.

Weil Gott uns aber liebt, hat er uns einen Weg gebahnt, ihn zu finden.

Jesus sagt: Ich bin der Weg, ... zum Vater kommt man nur durch mich.

 

Von seiner Liebe und seiner Vergebung zu leben, macht von Herzen froh.

Zwei Hauptsätze Jesu lauten: 1. „Fürchte dich nicht!“ 2. „Ich habe dich lieb!“

Das in sich aufzunehmen, tut gut! Jesus sagt: Ich versichere euch, wer auf mein Wort hört und dem vertraut, der mich gesandt hat, der h a t das ewige Leben ...

Tun Sie sich etwas Gutes, lesen Sie diesen Satz mehrere Male. Zu wissen: „Ich gehöre Ihm“, gibt eine neue Lebensqualität, und hilft getrost zu sterben.  Wir gehen dem großen Liebenden entgegen. Ich weiß, wovon ich rede, als Pfarrer habe ich tiefe Geborgenheit bei sterbenden Christen erlebt.

 

Ein wichtiger Hinweis: Lesen Sie in der Bibel! Dadurch lernen Sie biblisch (Gott gemäß) zu denken, zu empfinden und zu handeln. Beginnen Sie im Neuen Testament mit einem Evangelium (z.B. Markus-Evangelium). Lesen Sie wenig, das aber langsam, bedächtig, Wort für Wort! Sie werden staunen. Etwaige Ängste müssen Sie bald nicht mehr verdrängen. Sie wissen sich geborgen, werden friedvoller, liebevoller …, d. h., Ihre Mitmenschen haben Gutes davon, weil Christus in Ihnen lebt.

So beginnt in kleinen Schritten sogar der Friede auf Erden.

(Klaus Eickhoff)


Was Liebe vermag

In einem Dorf lebte ein Christ, mit dem man allerhand Schabernack trieb. Man wollte den "Frommen" ärgern und ihn auf die Probe stellen. Eines Tages trieben es die Dorfjungen besonders arg. Jemand kam auf die Idee: Decken wir dem Sepp das Dach ab. Mal sehen, wie fröhlich er bleibt, wenn er morgens aufwacht und sein Dach ist fort! - Gesagt, getan. In aller Vorsicht deckten sie über Nacht das Dach ab, blieben aber doch nicht unbemerkt. Der Sepp überlegte: Schimpfen, die Polizei rufen, alle verhaften lassen? Nein, der Christ entschied anders. Als das Unternehmen beendet war und die jungen Leute sich verziehen wollten, stand plötzlich der Sepp in der Tür und sagte zu ihnen: Ihr habt die ganze Nacht so schwer gearbeitet, jetzt braucht ihr erst mal ein ordentliches Frühstück. Kommt herein, ich habe alles gerichtet!

Selbstverständlich haben die Burschen nach dem ausgiebigen Frühstück die Dachziegel wieder eingedeckt. So war das Dach wieder heil. Die Beziehung war nicht durch Hass oder Rache vergiftet. Und mancher der jungen Leute kam durch das Verhalten des Sepp zum Glauben an Jesus Christus. Was doch die Liebe vermag!

(Aus: A. Kühner: Überlebensgeschichten für jeden Tag, Neukirchner Verlag 2016, 20. Aufl.)

Jesus sagt: Liebt eure Feinde; segnet, die euch fluchen; tut wohl denen, die euch hassen; bittet für die, so euch beleidigen und verfolgen, auf dass ihr Kinder seid eures Vaters im Himmel! (Matthäus 5,44)


Es gilt!

Ein Mitarbeiter in einem Besuchsdienst seiner Stadt kommt eines Tages zu einer jungen Frau. Nach längerem Gespräch fragt der Mann, ob sie auch eine Bibel hätte. Die Frau antwortet: Ja, wir haben eine Bibel, aber sie ist uralt, ich weiß nicht, ob die heute noch gilt!

Die Bibel gilt immer. Sie veraltet nicht, ändert sich nicht. Gottes Wort ist endgültig, auch am Ende noch gültig. Die Zeiten wechseln, die Verhältnisse ändern sich, Menschen werden alt, aber die Bibel bleibt gültig, wahr, lebendig. Die Bibel überdauert alle Menschen, Zeiten, Verbote und Grenzen. Niemand konnte ihre Lebenskraft hindern, weder Nero noch Hitler noch Stalin. Gottes Wort wird noch gelten, wenn alle anderen Stimmen und Worte längst verklungen sind. Die Frage ist nicht, ob Gottes Wort noch gilt. Die Frage ist, ob sie in meinem Leben zur Geltung und Auswirkung kommt. Die Bibel gilt immer, aber sie kann mir nur helfen und raten, mich nur trösten und heilen, wenn ich sie lese und lebe.

(Aus: Axel Kühner, Überlebensgeschichten für jeden Tag, Neukirchener Verlag 2016, 20. Aufl.)

"Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen!" (Matthäus 24,35)


Lebendiges Leben

Ein reicher Geschäftsmann wird auf offener Straße überfallen. Er spürt die Pistole in seinem Rücken und hört die Stimme in seinem Ohr: Geld oder Leben! Der Geschäftsmann dreht sich um und antwortet: Nehmen Sie das Leben, das Geld brauche ich noch!

Was machen die Güter des Lebens ohne den Geber des Lebens für einen Sinn? Was soll die Anhäufung von Mitteln des Lebens bei gleichzeitigem Verlust der Mitte des Lebens? Was bedeutet immer mehr Lebensunterhalt bei immer weniger Lebensinhalt?

Lohnt es sich, die ersten vierzig Jahre mit der Gesundheit hinter dem Geld herzujagen und die zweiten vierzig Jahre mit dem Geld hinter der Gesundheit herzulaufen?

Können die Güter und Mittel, die Dinge und Sachen des Lebens wichtiger sein als der, der alles Leben gibt und erhält? Nicht unsere Güter sind besser als das Leben, aber Gottes Güte, von der alles abhängt!

(Aus: Axel Kühner, Eine gute Minute, Aussaat-Verlag 1994)

 

Gott, du bist mein Gott, den ich suche. Es dürstet meine Seele nach dir, mein ganzer Mensch verlangt nach dir. Denn deine Güte ist besser als Leben. Meine Seele hängt an dir, und deine rechte Hand hält mich! Psalm 63,2


Lächeln - wie "macht" man das?

Mutti, sie hat gelächelt, flüstert Andreas.

Ja, sagt die Mutter, sie hat gelächelt.

Da liegt Anja, die kleine Schwester in ihrem Körbchen - und lächelt.

Wie hat sie das gemacht?, fragt Andreas leise.

Einfach so, sagt die Mutter. Sie hat es getan - wie von selbst.

 

Bedingungslos

Wenn ein Kind zum ersten Mal bewusst lächelt, weiß jeder: Die Mutter, der Vater, sie haben zuerst gelächelt. Ihr lächelndes Gesicht, das hat es bewirkt, dass Anja lächelt. Das Kind musste nichts tun, damit Mutter und Vater lächelten. Sie haben nicht gesagt: Wenn du uns anlächelst, dann lächeln wir auch. Absurder Gedanke! Eltern lächeln bedingungslos.

 

Das Angesicht

Wie mit dem Lächeln, so ist es mit dem Glauben.

Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir. So lautet ein christlicher Segen. Das Angesicht Gottes habe ich eines Tages in der Liebe Jesu erkannt. Es leuchtete in einer Predigt über mir auf. Die­ses Aufleuchten, Gottes Lächeln, das ich empfing, wirkte fort. Es dauerte etwas, bis ich zurück lächeln konnte, bis der Glaube heranreifte. Schließlich aber geschah genau das. Da hat in mir alles gelächelt.

Wie mit dem Lächeln, so ist es mit dem Glauben. Gott hat zuerst gelä­chelt, hat uns zuerst geliebt.

Darum können wir glauben, wie Anja, die eines Tages lächeln konnte, wegen der Mutter und dem Vater.

So ist es auch mit Gott, mit seinem Angesicht, das über uns leuchtet. Und mit unserem Glauben.

(K. Eickhoff)


Die Seele lässt sich nicht betrügen

Bei Pfarrer N. klingelt das Telefon. Eine bedrückte Frauenstimme. Es wäre wegen ihrer Freundin. Die habe nun den dritten Selbstmordversuch gemacht. Nochmals davongekommen. Können Sie nicht einmal mit ihr sprechen. Sie weiß, dass ich Sie anrufe.

Kurze Zeit später sitzen sich der Pfarrer und die Betroffene gegenüber. Sie habe Angst. Immer wieder diese Angst. Der Nervenarzt verschreibe Tabletten. Das Schlimme sei abends. Sie könne nicht einschlafen, greife zu Schlafmitteln, ohne die geht gar nichts. Ob sie sich ihre Angst erklären könne, und wovor haben Sie Angst? fragt der Pfarrer.

Angefangen habe es, als ein Arbeitskollege vor ihren Augen zusammenbrach. Herztod. Da habe sie gewusst, dass sie auch einmal ... Und seitdem... Ob es nur Todesangst sei, will der Pfarrer wissen. Eigentlich habe sie Angst vor Gott. Sie wäre schon einmal bei einem Pfarrer gewe­sen und hätte ihm alles gesagt. Der war so freundlich, es sei nicht so schlimm. Abtreiben täten doch viele.

Danach ging es etwas besser. Bald aber war die Angst wieder da. Der Pfarrer wusste später selber nicht, wie er dazu gekommen war. Er tut etwas, was er so noch nie gewagt hatte: Sie haben schwere Schuld auf sich geladen, sagt er. Sie haben getötet. Ihr eigenes Kind. Nun verkommt Ihre Seele vor Angst. Die lässt sich nicht betrügen, weil sie weiß, dass Gott ihr Richter ist.

Die Frau ist wie versteinert. Ähnliches hätte sie schon selber gedacht. Aber niemand hat es ihr so schonungslos vorgehalten. Der Pfarrer holt ein Buch aus seiner Tasche: Die Bibel? fragt die Frau. Der Pfarrer nickt: Lesen sie selbst, was Gott zu Ihrem Fall zu sagen hat. Hier! Lesen Sie es laut! Sie liest: Wenn eure Sünde blutrot ist, soll sie doch schneeweiß werden... Der Pfarrer schlägt eine andere Seite auf:. Lesen Sie mal! - Das Blut Jesu, seines Sohnes, macht uns rein von aller Sünde, hört sie ihre eigene Stimme. Wenn wir sagen, wir haben keine Sünde, so betrügen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns. Wenn wir aber unsre Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünde vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit.

Das ist zu schön, um wahr zu sein, sagt sie leise.Der Pfarrer spricht ein Gebet, dankt Gott für seine Barmherzigkeit. Dann sagt er: Nehmen Sie es tief in sich hinein! Gott hat Sie von ihrer Last frei gemacht.

Nach einigen Tagen klingelt das Telefon: Herr Pfarrer, sagt die bekannte Frauenstimme: Keine Angst mehr! Ich kann auch nachts wieder schlafen, ohne Tabletten. Unendlich froh bin ich, kann wieder schlafen. Meine Angst ist weg.

Bei einem der nachgehenden Gespräche wird ihr bewusst, dass Christus uns nicht nur Vergebung für einzelne falsche Taten schenkt, sondern Rettung aus unserer Gottlosigkeit schlechthin - zu unserem ewigen Heil. In einem Gebet hat sie dafür Danke gesagt.

(K. Eickhoff)


Die vier Silben, die alles sagen

Ein akutes Nierenversagen bringt mich in die Intensivstation. So erschöpft war ich noch nie. Links neben mir eine Spanische Wand. Dahinter ein junger Patient. Überdosis Heroin. Wir können uns nicht sehen. Eine Schwester kommt herein, spricht mich mit meinem Titel an.

Als sie geht, fragt mein Nachbar, ob ich wohl auch Arzt wäre.

Nein, Theologe.

Längeres Schweigen. Dann stößt er die Frage aller Fragen an die Theologie heraus:

Können Sie mir in drei - vier Sätzen sagen: Was ist das Wichtigste an der Theologie?

Wäre ich nicht so schwach, würde ich jetzt wohl weit ausholen. So hauche ich nur: Das Wichtigste – das kann Ihnen nur Ihr Schöpfer sagen.

Was ist es, was sagt er mir?

Wieder kann ich nur hauchen: Ich - hab - Dich - lieb!

Schweigen - und dann:

Das ist das Wichtigste an der Theologie?

Das ist das Wichtigste.

Flüsternd dringt es durch die Spanische Wand: Keine vier Sätze. - Vier Silben! Wow!

(K. Eickhoff)